Okt
26
19

Die Katzen von Marrakesch

6:15 Uhr morgens: Ich wache auf und realisiere zwar, dass es ein Alptraum war, doch es berührt mich so sehr, dass ich weine… ich weine so sehr, erst aus Erleichterung, dass es ein Alptraum war, doch dann erinnere ich mich an den gestrigen ersten Tag in Marrakesch: Mein Traum war pure Realität!

Ich habe die Welt bereist, und noch nie hat mich das Schicksal der Tiere so mitgenommen wie hier! Katzen streunen auf den Dächern, springen von Dach zu Dach auf der Suche nach Essen, leben tagtäglich mit der Gefahr, runterzufallen! Katzen sitzen auf der offenen Mülltonne und essen Essensreste. Katzen, die verletzt und verwahrlost vor sich hinvegetieren… kleine Katzenbabies die sich an einander kuscheln! Oder sie sitzen so apathisch und können sich nicht mehr bewegen, weil sie so verhungert und verletzt sind. Es sind Bilder, die ich einfach nicht mehr aus meinem Kopf bekomme…

Es zerriss mir gestern das Herz! Dann kreisten meine Gedanken um Romy und Tommy! Ob meine beiden Katzen auf Kreta auch so etwas erlebt hatten? In den Katzenbabies sah ich meine beiden Katzen, und ein kleines Gefühl der Zufriedenheit kam hervor: Romy und Tommy haben es jetzt gut, es geht ihnen gut bei mir!

Doch wie vielen Katzen geht es so wie den Strassenkatzen von Marrakesch? 

Ich weiß, es nicht die Lösung, alle Katzen mitzunehmen… sie müssten kastriert werden… und mir ist auch klar, dass ich nicht alle Tiere der Welt retten kann, auch wenn ich es am liebsten tun würde!! Im ersten Moment beschloss ich, die Riad nicht mehr zu verlassen, denn ich ertrug den Anblick nicht. Doch wenn wir alle die Augen schliessen, dann ändert sich doch nie etwas!

DU kannst etwas tun! Wenn jeder nur ein bisschen tut und nicht weg schaut wie 90% der Touristen, dann wird den kleinen Geschöpfen geholfen.

Ich wusste, es wird keine Dauerlösung sein, dennoch wollte ich kurzfristig etwas tun und habe beschlossen, Katzenfutter zu kaufen und einige Katzen zu füttern. Es hat mich so unendlich berührt und für einen Moment glücklich gemacht, als ich die zufriedenen Gesichter der Katzen sah! Die Einheimischen haben sehr positiv auf unsere Aktion reagiert… und auch wenn wir nicht allen Katzen helfen konnten, waren es dennoch ein paar Katzen, denen wir eine Freude gemacht haben!

Dieses Thema beschäftigt mich so sehr, dass ich am liebsten wieder her kommen würde und es sicher auch irgendwann tun werde! Möchtest du auch helfen? Schau mal bei der Helga Heidrich Foundation vorbei, sie kümmert sich um die kranken Tiere in Marokko.

Hier zeige ich euch ein paar Eindrücke von unserer Hilfsaktion! Helfen tut nicht nur denjenigen gut, denen geholfen wird, sondern macht auch die Helfer glücklich!

Danke liebe Stephanie, für deine Unterstützung und die tollen Videos!

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